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Heuschnupfen: Urlaub statt Heuschnupfen

Hamburg(ots) - Wenn die Pollen wieder fliegen, denken viele Heuschnupfengeplagte nur noch an Flucht. Der Gedanke liegt nahe, die schlimmsten Wochen des Jahres zu den schönsten zu machen und im Urlaub den heimischen Pollen einfach den Rücken zu kehren. Das erfordert allerdings etwas Planung: "Man muß zunächst einmal wissen, welche Pollen für die eigenen Beschwerden verantwortlich sind", erklärt Sabine Nöthlich, Pressesprecherin der Techniker Krankenkasse. "Diesen Allergenen kann man dann gezielt ausweichen." Denn während in Mitteleuropa im Juni und Juli die Gräser in voller Blüte stehen, ist Spanien schon von diesen Pollen frei. Für Birkenpollenallergiker sind dagegen die ausgedehnten Birkenwälder Nord- und Osteuropas keine gute Wahl - sie werden dort von Ende April bis Anfang Juni kaum Erholung finden.

"Sichere Orte für Heuschnupfengeplagte finden sich zum Beispiel an der Küste," rät Professor Karl-Christian Bergmann, leitender Arzt der Allergie- und Asthma-Klinik in Bad Lippspringe. Der Pollengehalt auf Inseln und an der Küste ist allerdings von der Windrichtung abhängig: Wind von See trägt kaum Pollen mit sich, bei Landwind können groþe Pollenwolken vom Festland herangeweht werden. Bergmann: "Es gilt: Je weiter weg vom Land, desto besser. Seereisen bieten fast hundertprozentige Sicherheit." Auch das Hochgebirge sei empfehlenswert. Auf einer Höhe von über 2000 Metern ist die Pollenbelastung deutlich geringer und vor allem kürzer. Ab Ende Juni sind die Alpen in der Regel pollenfrei.

Auch Pflanzen, die in Deutschland gar nicht anzutreffen sind, können allergen wirken. Ein Beispiel ist das Glaskraut, das vor allem im Mittelmeerraum und an der Atlantikküste wächst. Wer auf Eschenpollen allergisch reagiert, sollte Regionen meiden, in denen Olivenbäume wachsen. Sie haben Pollen, die denen der Eschen sehr ähnlich sind. Für Beifuþpollenallergiker gilt dasselbe beim Kreuzkraut, einer aus Nordamerika eingeschleppten Unkrautpflanze. Auf anderen Kontinenten wachsen Pflanzen, die hierzulande unbekannt sind und deshalb auch kaum allergen wirken können. Aber: Bei längeren Aufenthalten kann es zu einer Sensibilisierung kommen. Und bei einem erneuten Besuch zeigt sich die unangenehme Wirkung mit Schnupfennase und tränenden Augen.


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