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Hamburg (ots) -
Nach Hilfseinsätzen besonderes Hochgefühl
Sie kümmern sich um krebskranke Kinder, musizieren mit Behinderten oder halten die Hand eines Sterbenden: 35 Prozent der Deutschen engagieren sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsförderung im sozialen Bereich, zehn Prozent mehr als 1985. Die Zeitschrift "vital" berichtet über Untersuchungen, die belegen, dass mitmenschliches Helfen nachweislich glücklich macht. Allan Luks, ehemaliger Leiter des "Institute for the Advancement of Health", einer von Ärzten und Wissenschaftlern gegründeten Institution zur Gesundheitsforschung, befragte 3500 Freizeithelfer nach ihren Gefühlen und Erfahrungen. 95 Prozent berichteten laut "vital", daß sie sich nach Hilfseinsätzen "besonders wohl" fühlten und zogen Vergleiche mit der Wirkung einer Droge. Körperlich sei das Gefühl von Wärme und gesteigerter Energie begleitet.
Luks nennt diese Reaktion "Helper´s High". In Laboruntersuchungen wurde nachgewiesen, daß für das Hochgefühl Endomorphine, natürliche körpereigene Opiate, verantwortlich sind. Sie lindern Schmerzen und rufen Euphorie hervor. Das Immunsystem wird gekräftigt, man ist schmerzunempfindlicher, streßresistenter, ausgeglichener und selbstbewußter. Außerdem haben Helfer eine um 40 Prozent höhere Chance, lange zu leben, als die, die sich nicht engagieren, wie die Universität Michigan in einer achtjährigen Studie mit 1211 Senioren über 65 Jahren herausgefunden hat, berichtet "vital". Psychologen unterschieden mehrere Motive, warum sich Menschen für andere einsetzen: Echte Nächstenliebe, die Sehnsucht nach einer sinnvollen, erfüllenden Lebensaufgabe, der Wunsch, Ungerechtigkeiten und Mißstände zu beseitigen. Ein eher eigennütziger, aber starker Beweggrund sei auch die Suche nach Anerkennung und der Versuch, mit ehrenamtlichem Einsatz die eigene Einsamkeit zu überwinden. Am größten sei jedoch die Freude am Helfen. |
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