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Bonn (ots) - Einer Meldung der dpa von 06.06.00 ist zu entnehmen, daß eine Arbeitsgruppe der Regierung zum verstärkten Kampf gegen antibiotika-resistente Erreger von Lungenentzündung, Tuberkulose und anderer Infektions-Krankheiten aufruft.
Antibiotika-Resistenzen haben den Angaben zufolge in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zu genommen und seien in ihren dramatischen Folgen für die Menschen noch nicht absehbar.
Im Bereich der Human- und der Tiermedizin sei bei vielen Infektionserregern eine signifikante Zunahme mehrfach resistenter Bakterien-Stämme beobachtet worden, die mit den gängigen Antibiotika nicht mehr bekämpft werden könnten.
Die Deutschen Heilpraktiker sind über diese seit Jahren andauernde Entwicklung nicht im geringsten erstaunt, meint der Vizepräsident des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker, Karl-Fritz König.
Die seit Jahrzehnten übliche Praxis, bei banalen Infekten unverzüglich zum Antibiotikum zu greifen, hat in letzter Konsequenz zu dieser durchaus dramatischen Zuspitzung der zahlreichen Mehrfach-Resistenzen geführt. Hierbei wurden keineswegs die Kriterien einer exakten Schulmedizin eingehalten, die bei Ihrem richtigen Einsatz im Falle der Antibiotika-Anwendung ein gezieltes Vorgehen mit sorgfältiger Resistenz-Prüfung voraussetzt.
Die Deutschen Heilpraktiker wenden bei ihren Patienten ausschliesslich natürliche Methoden und Arzneimittel an, die nicht nur bei den zahlreichen banalen Infekten zum Erfolg führen, sondern bei gezielten Einsatz auch mittelschwere fieberhafte Infekte über das körpereigene Abwehrsystem erfolgreich bekämpfen. Wenn sich diese Methodik in der Bevölkerung wieder mehr durchsetzt, werden folgerichtig auch die gefährlichen Resistenzen minimiert.
Hoffentlich richtet sich der Kampf der Arbeitsgruppe gegen die fatalen Ursachen der unwillkürlichen Züchtung resistenter Bakterien-Stämme und nicht zur Entwicklung neuer Super-Antibiotika, die dann bei einem unveränderten Anwender-Verhalten zwangsläufig zu neuen Resistenzen führen. |
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