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Coenzym Q10 kann Aids-Therapie unterstützen

Neue Studienergebnisse auf internationaler Fachkonferenz in Frankfurt/Main vorgestellt

Frankfurt/M. (ots) - Mehr als 200 Wissenschaftler aus aller Welt haben in Frankfurt/ Main ihre aktuellen Studienergebnisse auf dem Gebiet der Coenzym Q10-Forschung präsentiert. Die neuen Erkenntnisse bestätigen die Wirksamkeit von Coenzym Q10 als Antioxidans und Zellschutz und deuten darauf hin, daß die zusätzliche Gabe von Q10 u.a. in der AIDS- und Krebstherapie oder bei neurologischen und kardiovaskulären Erkrankungen sinnvoll sein könnte.
Coenzym Q10 kann AIDS-Therapie unterstützen So konnte ein schweizerisches Forschungsteam unter Leitung von Prof. Christoph Richter nachweisen, daß Coenzym Q10 die toxische Wirkung des AIDS- Medikaments AZT mindern kann.

Untersuchungen von Blutproben ergaben, daß Coenzym Q10 den durch AZT-Gabe verursachten Lymphozytenrückgang und die Zellschädigung beinahe vollständig verhindern kann. Erste Studienergebnisse einer amerikanischen Forschergruppe der Cornell University in New York deuten darauf hin, daß Coenzym Q10 auch einen positiven Einfluß auf neurodegenerative Erkrankungen, wie Morbus Parkinson oder Chorea Huntington haben könnte. Gesicherte Erkenntnisse liegen bisher nur aus Tierversuchen vor. Zwei gegenwärtig in den USA laufende Studien sollen nachweisen, ob diese Ergebnisse auch auf Menschen übertragbar sind.
"Coenzym Q10 ist keine Wunderdroge. Die vorliegenden Fakten kann man jedoch nicht ignorieren, auch wenn in einigen Bereichen noch eindeutige klinische Studienergebnisse fehlen," so Prof. Gian Paolo Littarru, Vorsitzender der International Coenzyme Q10 Association. Da Q10 eine natürliche Substanz und damit nicht patentierbar sei, würden die Hersteller laut Littarru nicht genügend in großangelegte, langfristige Forschungsprojekte investieren.

Das Coenzym Q10 wurde 1957 in den USA entdeckt Die vitaminähnliche Substanz wird auch "Ubiquinon" (= allgegenwärtig) genannt, weil sie in allen Zellen des menschlichen Körpers vorhanden ist. Q10 nimmt bei der Energieproduktion eine lebenswichtige Schlüsselposition ein: 95 Prozent der gesamten Körperenergie werden durch das Coenzym aktiviert. Neben dieser fundamentalen Funktion ist Q10 auch als Antioxidans wirksam und bekämpft freie Radikale. Seit den frühen 80er Jahren wurden zahlreiche klinische Studien durchgeführt, in denen die therapeutische und präventive Wirkung des Coenzym Q10 bei unterschiedlichsten Erkrankungen untersucht wurde. Besonders positive Effekte konnten bisher u.a. im kardiovaskulären Bereich, z.B. bei Herzinsuffizienz und Arteriosklerose, in der Cholesterin-Therapie und in der Dermatologie nachgewiesen werden.

Veranstalter der zweiten internationalen Fachtagung war die International Coenzyme Q10 Association. Die Gesellschaft wurde im September 1997 von namhaften internationalen Wissenschaftlern und Ärzten gegründet und hat ihren Hauptsitz am Institut für Biochemie der Universität Ancona, Italien.

Ansprechpartner

International Coenzyme Q10 Association
Prof. Gian Paolo Littarru
University of Ancona
Tel: +39-071-2204674
Email: littarru@popcsi.unian.it

Informationsbüro Deutschland
Tel: 030/ 2 03 51 13


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