Substanz, die aus den Bohnen der Hülsenfrucht Griffonia simplicifolia extrahiert wird. Biochemisch handelt es sich dabei um eine Vorstufe der Aminosäure Tryptophan und tatsächlich wird 5-HTP vom Organismus leicht in körpereigenes Tryptophan umgewandelt. Die Aminosäure Tryptophan steigert die Produktion und Aktivität des Neurotransmitters Serotonin, und um dieses interessante Hormon geht es im Grunde. Denn Serotonin ist an der Steuerung von Stimmung, Schlaf und Appetit wesentlich beteiligt.
Depressionen, Angstzustände, Unruhe (z. B. auch die Hyperaktivität von Kindern) gehen zumeist mit niedrigen Serotonin-Werten einher und die Forschung sieht hier einen ursächlichen Zusammenhang.
5-HTP kann also dem Körper helfen, genügend von dem "Glückshormon" Serotonin selbst herzustellen. (Synthetische Antidepressiva, z. B. Prozac, setzen am anderen Ende an: Sie wollen den Abbau des vorhandenen Serotonins verzögern oder verhindern, wodurch freilich der ursprüngliche Mangel nicht behoben, sondern nur verwaltet werden kann.)
5-HTP verhilft zu einem erholsamen Schlaf. Der Wirkmechanismus verläuft auch hier wieder über das Serotonin. Denn Serotonin stimuliert die körpereigene Produktion von Melatonin, das in der Zirbeldrüse gebildet wird und dieses Hormon regelt, wie bekannt, den Schlaf-Wach-Rhythmus.
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