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Seit über 100 Jahren ist Kreatin als Muskelsubstanz bekannt. Entdeckt vom Franzosen Chevreul im Jahre 1832, hat sich die Wissenschaft immer wieder mit der zentralen Rolle von Kreatin im Muskelstoffwechsel auseinandergesetzt. Seit jener Zeit wurde viel Forschung betrieben, um die Biosynthese und den Stoffwechseln von Kreatin besser zu verstehen. Dank spezieller Verfahren und neuesten Forschungseinrichtungen liegen heute zuverlässige Erkentnisse über diese körpereigene Substanz vor.

Bei Kreatin-Monohydrat handelt es sich um eine Aminosäure (Methyl-Guanidinoacetat), die normalerweise mit dem Essen   vor allem mit Fleisch und Fisch aufgenommen wird. Damit wird rund die Hälfte des menschlichen Bedarfs an Kreatin (2 g/Tag) gedeckt.

Der Rest wird vom Körper in Niere, Leber, und Bauchspeicheldrüse selber gebildet. Die Eigenproduktion ist auf 1 g pro Tag beschränkt; sie reicht bei Vegetariern oder bei starker körperlicher Belastung nicht ganz aus. Die Folge ist ein vermehrtes Ausschöpfen der Kreatinreserven mit vorzeitiger Ermüdung des Muskels, dem die nötige Energie fehlt.

Besonders wertvoll scheint die Tatsache, daß der Körper auch bei hoher Kreatinzufuhr nicht überladen werden kann. Ein fein abgestimmter Feedback Mechanismus sorgt dafür, daß bei vollen Speichern die Kreatinaufnahme in die Muskelzelle über ein sog. "Carrierprotein" und die Eigensynthese über die Arginin-Glycin-Transmidinase gedrosselt wird.


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